JOURNAL

ALLES RUNDUMS FRAU- UND MUTTERSEIN

BLESSINGWAY – DIE ETWAS ANDERE BABYSHOWER

July 3, 2018

 

 

 Gegen Ende einer Schwangerschaft, kurz bevor der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt, organisieren Freunde und Familie hierzulande für die werdende Mama gerne eine große (Überraschungs-)Party. Es gibt eine Torte, Partydeko –farblich abgestimmt auf das Geschlecht des Babys – vielleicht eine Names-Girlande und jede Menge Geschenke. Das Konzept der sogenannten Babyshower stammt aus den USA und ist in erster Linie eine kommerziell angelegte Festivität, bei der die werdende Mama zumeist mit Nützlichem (und Unnützem) für den Nachwuchs überhäuft wird. So schön die Idee ist, so sehr vergisst sie häufig eine sehr wichtige Sache: dass, gerade so lange noch kein Baby da ist, doch eigentlich die werdende Mama im Mittelpunkt stehen sollte.

 

Während der Gedanke noch einmal zusammenzukommen natürlich wunderschön ist, ist der Fokus auf das Baby und seine vermeintlich materiellen Bedürfnisse leider sehr einseitig und nur einmal mehr Bestätigung für das, was Frauen ohnehin während der Schwangerschaft schon so oft zu spüren bekommen: es dreht sich in dieser überaus sensiblen Zeit fast alles ausschließlich um das Baby. Das ist natürlich nicht verwerflich und auch verständlich, immerhin freuen sich alle im Umfeld so sehr auf den Familienzuwachs. Und doch ist es wichtig, dass wir auch in unserer Kultur den (werdenden) Mamas mit all ihren Bedürfnissen (Ängsten, Sorgen, Wünschen, Träumen) Aufmerksamkeit schenken.

 

Ein anderes Konzept für eine große Party kurz vor der Geburt eines Kindes stammt aus dem kulturellen Kreis der Navajo-Indianer, bei dem nicht das Ungeborene, sondern die werdende Mama im Mittelpunkt steht. Das Fest, das ihr zu Ehren in der lokalen Community gehalten wird, belegt sie mit guten Wünschen für die Geburt – für den Übergang vom Mädchen zur Frau – und bestärkt sie in ihrer Reise und ihrer neuen Rolle als MutterZumeist ausschließlich von Frauen zelebriert, werden in intimer Runde Geschichten und Erfahrungen geteilt. Es wird meditiert, gesungen, getanzt, gelacht und gefeiert – und der werdenden Mama wird der Raum gegeben, sich in den Kreis ihrer Vorfahren und all der Frauen weltweit zu reihen, die diesen Weg vor ihr bereits gegangen sind oder gerade mit ihr gehen. Kurzum: sich mit ihrer Urnatur und Mutter Erde zu verbinden. 

 

Ich habe mich im Rahmen meiner Schwangerschaft selbst viel mit dem Konzept auseinandergesetzt, weil ich aber zu dem Zeitpunkt niemanden in meinem direkten Umfeld kannte, der ein solches Fest mit mir gefeiert hätte, habe ich zu meinem Bedauern selbst kein Blessingway gehabt. Nicht nur deswegen ist es mein Herzenswunsch, anderen Frauen ein solches zu ermöglichen, sondern auch weil ich finde, dass sich etwas in der Art langfristig ruhig auch in unserem Kulturkreis etablieren darf.

 

Gemeinsam mit zwei wunderbaren Kolleginnen und Freundinnen, freue ich mich, diese Mission zu teilen und regelmäßig in Baden bei Wien ein Blessingway-Retreat zu halten, bei dem es nur um Dich geht.


Aktuelle Termine findest Du auf meiner Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/pg/doulastephaniejohne/events

 

 

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